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Die ZEWO versucht, ihr Siegel zu verteidigen, indem sie den » Weltwoche-Artikel vom 18. März und mit ihm die neue » Studie von AidRating zur Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit angreift. Besser wäre, sie bliebe bei ihrem Leisten, dem Spendenwesen.

Bis in die 90er Jahre war die ZEWO Beauftragte der Hilfswerke, die Sammelwesen und Buchführung von Hilfswerken aller Art überwachte. Eine sinnvolle Tätigkeit, wenn sauber gemacht.
Mit dem Wachstum des Spendenmarktes, und besonders mit dem der Entwicklungshilfe-Aufgaben (EZA), liess sich die ZEWO dazu verleiten, einen Brocken zu schlucken, der ihr jetzt Bauchschmerzen bereitet: Seither will sie alleinige Vertrauensstelle auch der Entwicklungszusammenarbeit sein.
Das Problem: Von Entwicklungszusammenarbeit hat bei der ZEWO niemand eine Ahnung. Die Erfahrung erstreckt sich nur auf inländische Themen: Sammelwesen, Buchhaltung und Selbstdeklarationen.

Jetzt, wo wir bei Aidrating auf die inhaltlichen Fragen der Entwicklungszusammenarbeit und der konkreten Arbeit der HW vor Ort aufmerksam machen, zeigt die ZEWO Hilflosigkeit: Ohne unsere Studie gesehen zu haben, wird behauptet, sie sei „mangelhaft“. Wer nichts besseres zu bieten hat, muss Zuflucht dazu nehmen, den anderen schlecht zu machen.

Das Dilemma: Die ZEWO ist einerseits ein Kind der Hilfswerke. Das lässt sich nicht gut mit „Unabhängigkeit“ vereinen. Ihre Tätigkeit betrifft andererseits die Schweizer Verhältnisse. Die ZEWO-Arbeit hat daher mit der Problematik in Entwicklungsländern nichts am Hut.

Man behalf sich mit dem, was opportun schien: 2001 wurde der Verein in eine Stiftung umgewandelt. Seither behaupten die Beteiligten gern, die ZEWO sei „unabhängig“. Zum grössten Teil des Stiftungskapitals, rund 3 Millionen Franken, haben sich die Kantone verpflichtet. Der Beschluss wurde bei der Konferenz der Justiz- und Polizeidirektionen gefasst. So etwas weist eher auf polizeinahe Kompetenzen: Überwachen der „Lauterkeit“ beim Spendensammeln.

Dennoch meint die ZEWO, auch zu Inhalten der Entwicklungszusammenarbeit den Ton angeben zu können. Ein Anspruch, mit dem sie jetzt in die Klemme gerät. Sie könnte beim Kerngeschäft bleiben oder notwendiges Know-how allenfalls bei AidRating holen- wenn denn Bereitschaft bestünde. Sonst bleiben nur die DEZA, oder die Hilfswerke als Quellen – zum Preis der Unabhängigkeit.

Neulich fragten wir die ZEWO zu ihrem Vorgehen bei den zwei Hilfswerken an, die die „strengen“ ZEWO- Anforderungen nicht erfüllen. Es hiess, zu entsprechenden Auflagen werde „Dritten“ keine Auskunft erteilt. Mit „streng“ meint die ZEWO wohl eher: „streng geheim“.

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Weitere Auskünfte:
IDEAS AidRating
Jan Stiefel
Tel 052 203 52 50
Tel 079 756 13 29